"Koyaanisqatsi" ist ein Begriff aus der Sprache der Hopi Indianer und wurde als Titel für einen Film ausgewählt welcher 1982 veröffentlicht wurde. Produziert wurde der Film von Godfrey Reggio und Francis Ford Coppola. Der Film kommt völlig ohne Dialoge aus und zeigt mit seiner Bilderflut und dem einprägenden Soundtrack die Diskrepanz zwischen der menschlichen, technologisch fokussierten Gesellschaft und der Natur. "Koyaanisqatsi" war der erste Teil einer Trilogie. Der zweite Teil "Powaqqatsi" wurde 1988 veröffentlicht und der dritte Teil "Naqoyqatsi" im Jahre 2002.
Filmbeschreibung aus Wikipedia:
"Der Titel kommt nur langsam ins Bild, begleitet von sehr tiefen Stimmen, die den Titel des Filmes singen - langsam und immer wieder.
Nach einer langen, meditativen Sequenz, die sich nach einiger Zeit als Zeitlupenaufnahme einer startenden Rakete entziffern lässt, werden Felszeichnungen der Hopi sichtbar, die in Bilder aus der unberührten Natur übergehen. Wolken bilden sich, Wellen wogen durch die weite See.
Die ersten Menschen treten auf - zuerst nur in Form ihrer Bauwerke, Netzwerke von Stromleitungen. Dann als Bediener von riesigen Maschinenungetümen, die die Landschaft aufgraben (Tagebau). Sprengungen zerstören Berghänge. Flugzeuge überfliegen eine Landschaft - alles ist winzig klein. Bomben werden abgeworfen - sogar Atombomben, Häuser gesprengt.
Die Kamera verfolgt eine Straße in eine große Stadt - der Verkehr wird immer dichter. Menschen liegen am Strand, im Hintergrund die riesige, bedrohlich wirkende Architektur der Stadt. Es wird Nacht, doch die Stadt schläft nie, Fahrzeuge bewegen sich von Ampeln gesteuert in geraden Linien durch die Straßen. Großaufnahmen von Mikrochips im Gegenschnitt. Die Musik wird in dieser Sequenz, die "The Grid" (das Gitter) genannt wird, immer hektischer und beunruhigender.
Menschen werden sichtbar. Sie führen ein hektisches Leben, an der Börse, in Fabriken bei der Automontage oder der Wurstherstellung - in Zeitraffer sieht man die Uhrwerkartigkeit des Lebens. Abends im S-Bahnhof auf den riesigen Rolltreppen ähneln sie den aus einer Wurstmaschine quellenden Würsten. Schließlich wird wieder aus der Stadt herausgefahren.
Zum Ende des Films wird die Eingangsszene wieder aufgegriffen: Die Rakete steigt in die Luft auf - trudelt jedoch, und gerät in Brand. Noch in der Zeitlupe zerfällt sie in ihre Einzelteile, verbrennt zu Trümmern. Die Kamera verfolgt ein brennendes Teil der Rakete, das noch ein wenig aufsteigt und dann in Richtung Boden fällt. Der Film wird angehalten und ausgeblendet. Es ist eine von den Hopi-Indianern überlieferte Prophezeiung zu lesen: "Wenn wir wertvolle Dinge aus dem Boden graben, laden wir das Unglück ein. Wenn der Tag der Reinigung nah ist, werden Spinnweben hin und her über den Himmel gezogen. Ein Behälter voller Asche wird vom Himmel fallen, der das Land verbrennt und die Ozeane verkocht."
Für den Film wurde neben im Laufe von 7 Jahren aufgenommenem Material auch Archivmaterial verwendet, z.B. beim am Anfang und Ende gezeigten Start einer Saturn-V-Rakete der Apollo-12-Mission und der explodierenden und wieder zur Erde herabstürzenden (unbemannten) Atlas-Rakete."
Koyaanisqatsi: Life out of Balance (ca. 85 Minuten)